Wie die Zukunft zeigte sollte dies die letzte gemeinsame Bundesligamanger-Version der Altmeister Onnen und Krahe werden. Und es war meiner Meinung nach die erfolgreichste überhaupt. Das zeigt auch der enorme Preis, für den das Spiel in Originalzustand gehandelt wird.

Wie auch bei allen Vorgängern besteht der Sinn des Spieles darin unter allem Umständen eine Mannschaft zum Sieg zu führen, gleichzeitig die finaziellen Belange des Vereins zu regeln, und zu guter letzt reich und glücklich die Meisterschale in den Händen zu halten.
Zu Beginn des Spieles lächelt Euch das schon bekannte Auswahlmenü an,in dem die grundlegenden Spieloptionen eingestellt werden. Hier läßt sich sowohl die Dauer des Bundesliga-Aufenthalts bestimmen, als auch die Anzahl der menschlichen Mitspieler, die auf vier begrenzt ist. Dabei kickt ihr entweder nur eine Saison, zwei, drei oder vier jahre lang oder entscheidet Euch für den Unendlich-Modus. An Schwierigkeitsgraden stehen Euch zehn verschiedene Einstellungen für die Computerintelligenz zur Verfügung und drei Spielmodi. Diese machen aus dem Bundesliga Manager Hattrick mehr oder minder komplexe Simulation. Der erste Spielmodi entspricht der Komplexität des 1989 erschienenen Bundesliga Manager, der zweite dem des Bundesliga Manager Pro und der dritte eine Realitätsnähe der ganz neuen Dimension. Ebenfalls neu ist der Weltmeisterschaftsmodus. Wer will führt sein team durch die gewünschte Liga, inklusive hallenturniere und agiert gleichzeitig als Nationaltrainer oder wählt nur einen der beiden Spielmodi. Spielt Ihr zu viert, darf der bis dato erfolgreichste mitspiler die Nationalelf trainieren. Im zweiten Auswahlmenü enzscheidet Ihr Euch für einen der 90 deutschen Vereine inklusive Originalwappen und startet in Eurer Wunschliga. Zur Verfügung stehen dabei natürlich die Bundesliga, eine zweite Liga, zwei Reginalligen und eine Oberliga. Euren Namen, plus eines von sieben Managergesichtern legt Ihr Euch ebenfalls selbst zu. Nachdem ihr Euch die Mannschaftstärke Ausgesucht habt, gehts endlich los.
Auf den neuen ersten Blick fällt das neue Icon-System des BMH auf. Sämtlcihe wichtigen Ereignisse haben ihr eigenes Icon. Diese lassen dabei auf dem imaginären Schreibtisch als Fenster anordnen und arrangieren wie es Euch gefällt. Über eine Menüleiste am unteren Bildschirmrand lassen sich zudem Menüpunkte, die nur selten benutzt werden, in Untermenüs verstauen, die auf knopfdruck wieder aufgezogen werden. Diese Menüleiste bietet auch weitere Info-Icons an (nächster Gegner, aktuelle Plazierung, etc.),die ebenfalls auf dem eigenen Schreibtisch plaziert werden.
Spielerisch orientiert sich BMH am direkten Vorgänger, wobei fast alle Spielelemente ausgebaut wurden. eine zentrale Funktion nimmt dabei der Kalender ein, auf dem sich alle angesetzten Speile finden. Hier werden auch Freundschaftsspiele plaziert oder Ligaspiele verlegt.
ihr seid jedoch in erster Linie der Trainer Eurer Mannschaft. So könnt Ihr die eigene Elf wieder über den Bolzplatz jagen, dieses Mal jedoch jeden Spieler mit bestimmter Intensität. Die Anteile der verschiedenen Trainingsprogramme wird ebenfalls eingestellt. Unentschlossen edürfen auch auf das automatische Computertrainingsprogramm zurückgreifen. Vor harten Spielen ziehen Eure Mannen bei Bedarf in eines von acht Trainingslagern um, wobei wiederum die Intensität und Art der Trainingsprogramme eingestellt wird. Vor jedem Speiel winkt die obligatorische Aufstellung, wobei zwischen vier vorgegebenen gewählt werden kann. Natürlich lassen sich auch individuelle Vorleiben realisieren, indem die Spieler via Mausklick an beliebige Positionen geschoben werden. Diese neuen Aufstellungen merkt sich das Programm, sie dürfen daraufhin immer wieder verwendet werden. Wer will läßt den Computer die optimalen Spieler für sämtliche Positionen auswählen - die Kriterien nach denen diese aufgestellt werden, lassen sich wiederum verändern. verschiedene Deckungsvarinaten sin ebenfalls mit von der Partie. Neben der Manschaftsaufstellung will auch die mitunter spielentscheidende Taktik bedacht werden. Grafisch amüsant schaltet Ihr auf eine Wandtafel die Abseitsfalle und eventuelles Vor-Schecking ein udn aus, spornt Eure Mannschaft mit der Wichtigkeit des Spiels an oder entscheidet, ob lieber defensiv oder offensiv gekickt werden soll. Schreifreudige Trainer stellen diese Änderungen auch jederzeit während des Spieles ein. Diese laufen auf einen Extrabildschirm ab, der das Spielfeld auf einer gehobennen Seitenperspektive darstellt. Torszenen werden bei Bedarf auf der Anzeigentafel veranschaulicht, wobei das Programm auf satte 50 Animationen zugreift. Ganz neu ist der Reality-Modus. Hier werden wichtige Spielszenen direkt auf dem spielfeld mit Minisprites dargestellt. Dies Szenen sind dabei nicht vorgesfertigt, sondern werden ständig real berechnet. natürlich kassieren die bösartigsten Kicker gelbe und rote Karten - Verletzte werden ebenfalls simuliert. Letztere werden je nach Härte sogar bis zur Invalidität verstümmelt, mit einem gut bezahlten Manschaftsarzt stehen solche Totalausfälle jedoch kaum an. Habt Ihr zudem noch euren Masseur viel Geld in den Rachen geschoben, bleiben Eure Mannen auch im Dauereinsatz fit.
Nach jedem Spiel gibt es auf Wunsch eine Sportschau, in der sich alle gewünschten Spiele auch mit torszenen ansehen lassen.
Ganz andere Sorgen beschert Euch der Managerpart. Hier nerven euch unszufriedene Sponsoren, geldgierige Spieler und natürlich die verhaßten Kreditinstitute. jeder Spieler hat dabei seinen eigenen vertrag inklusive Versicherung und will je nach Leistung mehr Geld sehen. prämien für Tore, punkte, Klassenerhalt, etc. werden ebenfalls eingestellt und in prozentualen Monatsgehältern gezahlt. Ein weiterer Kostenpunkt ist der beliebte Transfermarkt. Hier dürft Ihr nicht nur mit Spielern und Vereinen verhandeln oder eigene Kicker zum Verkauf freigeben, sondern auch besonders tolle Mannen abwerben oder ausleihen. Des weiteren könnt Ihr über bestimmbare Zeiträume Anfragen laufen lassen, in denen bestimmte Spieler mit bestimmten Eigenschaften gesucht werden können. der Computer meldet sich dann automatsich, wenn der gewünschte Spieler auftaucht. Alle anderen Vereine sind auf dem Transfermarkt natürlich auch aktiv. nachwuchsspieler sind dabei die billigsten Kicker, vor allem, wenn sie aus dem eigenen verein kommen. Aus diesem Grund wird beliebig viel Geld in dei Jugendförderung gesteckt, die sich noch einmal an drei verschiedene altersgruppen aufteilt. Das benötigte Geld will jedoch irgendwo verdient werden, und so verkauft Ihr Banden und Trikots als Werbeflächen, schließt Exklusivverträge mit Fernsehanstalten ab oder verkauft Fanartikel. Die Fans sind dabei eine nicht zu unterschätzende Einnahmequelle, die gern in einem dementsprechend großen, bequemen und gepflegten stadion sitzen. dabei wird nicht nur das Stadion, sodndern auch die Umgebung ausgebaut. Ob Busstaion, Kegelbahn, Restaurant oder Fanshop - mit dem nötigen Kleingeld wird alles aus dem Boden gestampft und mit dem entsprechenden Schmiergeld noch etwas schneller. zusätzlich kann per TOTO-Tip dem Glück und Kontostand genauso auf die Beine geholfen werden, wie mit einem Kredit bei der Bank. Diese bietet auch 12 verschiedene Aktien an, mit denen in der Freizeit spekuliert wird.
Ein weiter Punkt ist die Bilanzierung. Ihr müßt dabei eure eigene Bilanzierung aufstellen, die je nach Präzision vom DFB bewertet wird. Habt ihr voll daneben kalkuliert entzieht Euch der Bund ihne Probleme die Lizenz. als unberechenbare Geldquelle erweist sich das Finanzamt. Mit etwas Glück bekommt ihr am Jahresende Geld raus oder müßt im schlimmsten Fall zahlen.
Neben dem Ligageschäft stehen als Geld- und Ruhmesquellen alle bekannten Cups und Meisterschaften inklusive WM auf der Tagesordnung. Auch Hallenmasters-Turniere werden nachden damaligen DFB-Regeln gespielt.
statistikfreaks kommen auch auf Ihre Kosten: Dutzende Statistiken und Tabellen sind jederzeit abrufbar und lassen sich vom Spieler nach Gesichtspunkten ordnen.

Quelle: Power Play (ca.1995)